1. Damenmannschaft holt Punkt gegen Bitburg

SVR trennt sich nach einer Regenschlacht mit 1:1 von den Gästen aus der Eifel
Artikel vom 14. September 2026
Ein Punkt gewonnen oder zwei verloren? So ganz einig war man sich im Lager des SV Rengsdorf nach dem Abpfiff nicht. Gegen den FC Bitburg, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils den 3. Tabellenplatz belegte und damit zweifellos zu den Topteams der Liga gehört, holte der SVR beim 1:1 einen Punkt. Ein Ergebnis, mit dem man grundsätzlich gut leben kann, auch wenn sich nach dem Spiel durchaus das Gefühl breitmachte, dass an diesem Tag mehr drin gewesen wäre.
Dabei erwischte die Mannschaft von Trainer Jörg Müller einen guten Start in die Partie. Gefällig kombinierte der SVR nach vorne und stand gleichzeitig defensiv sicher. Pünktlich zum Anpfiff setzte zudem strömender Regen ein, der die Bedingungen für beide Mannschaften deutlich erschwerte. Der Platz wurde zunehmend schneller – und genau das sollte beim Führungstreffer eine Rolle spielen.
Nach bereits einigen guten Möglichkeiten, die noch nicht konsequent ausgespielt wurden, belohnte sich der SVR in der 10. Minute: Einen Freistoß aus rund 20 Metern trat Leonie Heinen hervorragend. Der Ball setzte vor der Bitburger Torfrau unangenehm auf und schlug zum 1:0 im Netz ein.
Auch danach blieb Rengsdorf zunächst die gefährlichere Mannschaft. Mehrfach boten sich gute Möglichkeiten – unter anderem liefen die SVR-Damen gleich dreimal allein auf die Bitburger Torfrau zu. Zur Geschichte des Nachmittags gehört allerdings auch, dass keine dieser Chancen genutzt werden konnte.
Nach rund 25 Minuten wurde die Partie ausgeglichener. Bitburg wurde offensiver und kam besser ins Spiel. Die Gäste hatten nun mehr Ballbesitz, konnten sich allerdings nur eine wirklich klare Torchance erspielen. Diese vereitelte Nina Groth im SVR-Tor stark, sodass es mit der knappen Rengsdorfer Führung in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Regenschlacht noch intensiver. Der ohnehin schwierige Untergrund wurde durch den anhaltenden Regen immer anspruchsvoller – die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Beide Mannschaften kamen immer wieder zu Möglichkeiten.
In der 60. Minute fiel schließlich der Ausgleich zum 1:1, der zu diesem Zeitpunkt durchaus gerecht war. In der Schlussphase gingen beide Teams jedoch nicht mehr das allerletzte Risiko ein. Der SVR hatte dennoch nochmal große Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden.
Zunächst scheiterte Jolin Roos freistehend an der Bitburger Torfrau, wenig später konnte auch Jenna Müller ihre gute Gelegenheit nicht im Tor unterbringen. Kurz vor dem Ende war es erneut Leonie Heinen, deren gut getretener Freistoß die Torfrau der Gäste zu einer starken Parade zwang.
So blieb es nach 90 intensiven und vor allem sehr nassen Minuten bei der Punkteteilung.
„Den Punkt nehmen wir natürlich mit, aber aufgrund der Vielzahl an klaren Torchancen hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Wir haben Bitburg unnötigerweise wieder ins Spiel kommen lassen und uns das Leben damit selbst schwer gemacht. Uns fehlt momentan noch etwas der Killerinstinkt, um solche Spiele dann auch zu entscheiden. Gleichzeitig ist es natürlich erstmal etwas Positives, dass wir uns überhaupt so viele klare Torchancen erspielen. Daran sieht man, dass wir offensiv schon einiges richtig machen. Alles in allem ist es ein solider Saisonstart, auch wenn sowohl letzte Woche in Rübenach als auch gegen Bitburg gefühlt deutlich mehr drin gewesen wäre. Jetzt haben wir erst einmal eine Woche spielfrei, bevor es im Pokal weitergeht. Die Zeit wollen wir nutzen, um weiter zu arbeiten und uns in den Bereichen zu verbessern, die uns aktuell noch fehlen“, so SV-Trainer Jörg Müller.












