Saison mit Höhen und Tiefen für die SV-Damen

Zwischen Ausrufezeichen und Rückschlägen: SVR-Damen blicken auf bewegte Saison zurück
Artikel vom 2. Juni 2026
Eine Saison mit vielen Gesichtern und Geschichten liegt hinter unserer 1. Damenmannschaft. Die Spielzeit 2025/2026 war dabei geprägt von starken Leistungen, enttäuschenden Rückschlägen und der Erkenntnis, dass in dieser Mannschaft noch mehr steckt, als es die Tabelle am Ende vielleicht vermuten lässt.
Von Beginn an zeigte das Team immer wieder, welches Potenzial in ihm steckt. Gerade gegen die Mannschaften aus der Spitzengruppe präsentierten sich die SVR-Damen oftmals von ihrer besten Seite. Bereits am 2. Spieltag rang man dem ambitionierten Team aus Holzbach ein starkes 2:2-Unentschieden ab. Nur zwei Spieltage später folgte mit dem 2:1-Erfolg gegen Diez der nächste Achtungserfolg. Ein weiteres Ausrufezeichen setzte die Mannschaft am 10. Spieltag, als gegen den späteren Meister aus Serrig ein verdientes 1:1 erreicht wurde.
In genau solchen Spielen wurden die Stärken der Mannschaft deutlich sichtbar: Einsatzbereitschaft, Resilienz, Leidenschaft und die Fähigkeit, auch gegen starke Gegnerinnen auf Augenhöhe zu agieren. Immer wieder blitzte das große Potenzial auf, das in dieser Mannschaft steckt und auf dem sich für die Zukunft aufbauen lässt.
Umso ärgerlicher war es, dass sich die Mannschaft ausgerechnet gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich häufig schwertat. Während gegen die Spitzenteams wichtige Punkte gesammelt wurden, ließ der SVR gegen vermeintlich schlagbare Gegner immer wieder wichtige Zähler liegen. Besonders die 2:3-Niederlage gegen das damalige Schlusslicht aus Montabaur im November schmerzte. Auch die beiden 0:1-Niederlagen gegen Aufsteiger Dörbach stehen beispielhaft für eine Saison, in der die notwendige Konstanz und der erforderliche „Killerinstinkt“ noch zu oft fehlten.
Denn eines ist klar: Mit den Leistungen, die das Team in seinen besten Momenten gezeigt hat, wäre tabellarisch mehr möglich gewesen. Das Wissen darum sorgt einerseits für Enttäuschung, sollte andererseits aber auch Ansporn für die Zukunft sein. Die Mannschaft hat in dieser Saison bewiesen, dass sie mit jeder Gegnerin der Liga mithalten kann.
Trotz aller Schwankungen steht am Ende der Saison ein solider sechster Tabellenplatz zu Buche. In einer insgesamt sehr starken und ausgeglichenen Rheinlandliga ist dies durchaus ein respektables Ergebnis. Gleichzeitig bleibt jedoch das Gefühl, dass mit etwas mehr Konstanz und einer besseren Ausbeute in den Spielen gegen die Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen noch deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Eine weitere Herausforderung war die personelle Situation. Der Kader fiel kleiner aus als in den vergangenen Jahren, sodass Ausfälle und Verletzungen deutlich schwerer zu kompensieren waren. Umso höher ist zu bewerten, wie die Mannschaft diese Situation angenommen hat. Trotz des dünnen Kaders blieb das Team über die gesamte Saison hinweg intakt. Die Spielerinnen rückten noch enger zusammen, standen füreinander ein und übernahmen Verantwortung, wenn es darauf ankam. Gerade in schwierigen Phasen zeigte sich der starke Charakter dieser Mannschaft. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams war jederzeit spürbar und gehörte zweifellos zu den größten Stärken der abgelaufenen Spielzeit.
Auch wenn die Saison in der Rückrunde nicht mehr den erhofften Verlauf nahm, überwiegt der Blick nach vorne. Die Mannschaft verfügt über Qualität, Charakter und mit einigen jungen Spielerinnen durchaus über Entwicklungspotenzial. Nun gilt es, die richtigen Lehren aus den vergangenen Monaten zu ziehen, die positiven Ansätze weiter auszubauen und die notwendige Konstanz in die eigenen Leistungen zu bringen.
Mit der neuen Saison wird auch ein neues Trainerteam die Verantwortung am Tannenweg übernehmen. Eine der wichtigsten Aufgaben wird es sein, der Mannschaft wieder mehr Siegermentalität, Selbstvertrauen und den unbedingten Glauben an die eigene Stärke zu vermitteln. Denn die Qualität im Kader ist zweifellos vorhanden – sie muss jedoch noch regelmäßiger und konsequenter auf den Platz gebracht werden.
Gleichzeitig wird es in den Sommermonaten darum gehen, den Kader personell zu verstärken. Nach einer Saison mit einem vergleichsweise kleinen Aufgebot ist es das Ziel, weitere Spielerinnen an den Tannenweg zu lotsen und der Mannschaft dadurch sowohl qualitativ als auch quantitativ zusätzliche Optionen zu verschaffen.
Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft sind vorhanden. Die Mannschaft hat in der abgelaufenen Saison immer wieder gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Verbindet sie ihre zweifellos vorhandene Qualität mit mehr Konstanz, Entschlossenheit und einer ausgeprägten Gewinnermentalität, stehen die Chancen gut, in der kommenden Saison den nächsten Schritt zu machen. Das Ziel ist klar: neu angreifen und sich in der Rheinlandliga weiter nach oben orientieren.






































