Saisonrückblick unserer 1. Herrenmannschaft

Schwierige Hinrunde, starke Rückrunde: Hier ist der Saisonrückblick unserer 1. Herrenmannschaft
Artikel vom 1. Juni 2026
Die Saison 2025/2026 stand für die 1. Herrenmannschaft des SV Rengsdorf ganz im Zeichen des Umbruchs. Mit Ralph Arenz übernahm im Sommer 2025 ein neuer Trainer die Verantwortung an der Seitenlinie, gleichzeitig schlossen sich einige Neuzugänge dem SV an. So war von Beginn an klar, dass Mannschaft und Trainerteam Zeit benötigen würden, um zusammenzuwachsen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen.
Dabei verlief die Vorbereitung zunächst durchaus vielversprechend. In mehreren Testspielen zeigte die Mannschaft ansprechende Leistungen und machte Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonstart. Umso ernüchternder gestalteten sich die ersten Wochen der Pflichtspielsaison. Zwar waren positive Ansätze erkennbar, doch die nötige Konstanz ließ zunächst auf sich warten. Hinzu kamen schon früh in der Saison immer wieder Ausfälle, sei es durch Verletzungen oder auch aus persönlichen Gründen.
Die Hinrunde glich somit über weite Strecken einer Findungsphase. Die Neuzugänge mussten integriert, Abläufe verinnerlicht und die Vorstellungen des neuen Trainerteams umgesetzt werden. Die einzige Konstante der Hinrunde war dabei die Unkonstanz. Immer wieder zeigte die Mannschaft ihr Potenzial und ließ mit starken Leistungen aufhorchen, nur um wenige Tage später erneut Punkte liegen zu lassen oder Auftritte abzuliefern, die Trainerteam, Mannschaft und Zuschauer ratlos zurückließen. Besonders deutlich wurde dies im November 2025. Bei der 2:3-Niederlage gegen den damaligen Tabellenzweiten CSV Neuwied zeigte der SVR trotz der Niederlage seine bis dahin wohl beste Saisonleistung und musste sich erst durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit geschlagen geben. Nur eine Woche später folgte mit der 1:3-Niederlage in Erpel eines der schwächsten Saisonspiele der gesamten Saison.
Gleichzeitig blitzte das vorhandene Leistungsvermögen immer wieder auf. So erstmals am 6. Spieltag, als man dem damaligen Tabellenführer SG Feldkirchen beim 2:2-Unentschieden den ersten Punktverlust der Saison zufügte. Gegen eine Mannschaft, die bis dahin alle Spiele gewonnen hatte, zeigte der SVR dabei durchaus, welches Potenzial im Team steckt.
Positives entwickelte sich in dieser Phase nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Zwischen Team, Fans und Zuschauern entstand im Laufe der Saison wieder eine spürbare Einheit. Besonders beim Auswärtsspiel in Feldkirchen sowie beim Derby in Melsbach, das der SVR mit 2:1 für sich entscheiden konnte, wurde deutlich, dass rund um die Mannschaft wieder etwas zusammenwächst. Zahlreiche Rengsdorferinnen und Rengsdorfer begleiteten das Team zu den Spielen und sorgten für eine starke Unterstützung. Die Mannschaft dankte es mit großem Einsatz und ließ sich gerade in engen und schwierigen Spielphasen immer wieder von dieser Unterstützung tragen. Die wachsende Verbundenheit zwischen Mannschaft und Umfeld war ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung im Saisonverlauf.
Trotz aller Höhen und Tiefen blieb die Mannschaft ihrem Weg treu und arbeitete Woche für Woche weiter an ihrer Entwicklung. Schritt für Schritt griffen die Abläufe besser, die Neuzugänge fanden ihren Platz innerhalb des Teams und die Spielidee von Ralph Arenz wurde zunehmend sichtbar. Zur Winterpause belegte der SVR schließlich einen soliden fünften Platz.
In der Rückrunde präsentierte sich der SV dann deutlich gefestigter und konstanter. Die intensive Arbeit der vergangenen Monate sowie die akribische Vorbereitung in der Winterpause zahlten sich nun sichtbar aus. Zwar startete die Mannschaft nach der langen Winterpause mit einer 2:4-Niederlage gegen einen starken VfB Linz II in das Pflichtspieljahr 2026, ließ sich davon jedoch nicht aus der Bahn werfen.
In den darauffolgenden Wochen zeigte die Arenz-Elf eindrucksvoll, welche Entwicklung sie genommen hatte. In den verbleibenden neun Spielen bis zur Sommerpause musste sich der SVR lediglich dem verdienten Meister von der SG Neuwied geschlagen geben (1:2). Ansonsten sammelte die Mannschaft konstant Punkte und überzeugte durch mannschaftliche Geschlossenheit, hohe Einsatzbereitschaft und deutlich mehr Konstanz als noch in der ersten Saisonhälfte. Besonders die Heimspiele wurden hierbei zu einem Faustpfand der Arenz-Elf. So konnten mit der SG Feldkirchen (2:1) und der SG Ellingen II (1:0) gleich zwei Topteams und Aufstiegsaspiranten auf heimischem Platz bezwungen werden. Die Siege gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe waren ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr sich der SVR im Laufe der Saison entwickelt hatte und dass man mittlerweile mit jeder Mannschaft der Liga auf Augenhöhe agieren konnte.
Während in der Hinrunde noch zu häufig die Schwankungen im Vordergrund standen, zeigte das Team nun Woche für Woche sein tatsächliches Leistungsvermögen. Die starke Phase in den Monaten nach der Winterpause war letztlich der verdiente Lohn für die intensive Arbeit der gesamten Saison.
Am Ende der Saison stehen nach 24 Spielen 38 Punkte zu Buche. Mit Platz sechs in der Abschlusstabelle der Kreisliga B kann die Mannschaft auf eine insgesamt befriedigende, wenn auch nicht gute, Saison zurückblicken, insbesondere vor dem Hintergrund des personellen und sportlichen Umbruchs zu Saisonbeginn. Allerdings bleibt auch das Gefühl, dass mit einer besseren Hinrunde durchaus eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre.
Wichtiger als die reine Platzierung stimmt die Verantwortlichen vielmehr die Entwicklung, die die Mannschaft im Verlauf der Saison genommen hat. Aus einer Mannschaft in der Findungsphase wurde eine gefestigte Einheit, die vor allem in der Rückrunde bewiesen hat, welches Potenzial in ihr steckt.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Mannschaft während der gesamten Saison personell kaum einmal aus dem Vollen schöpfen konnte. Immer wieder musste der SVR auf verletzte Spieler verzichten, teilweise fielen wichtige Leistungsträger über einen längeren Zeitraum aus.
Hinzu kommt, dass der SVR in dieser Saison eine außergewöhnlich junge Truppe auf den Platz gebracht hat. Mit Spielern wie dem 17-Jährigen Tom Hardt, Luca Matic, der erst kurz vor Saisonende seinen 18. Geburtstag feierte, sowie Jona Neef und Jonah Herrig standen einige junge Spieler regelmäßig auf dem Platz und übernahmen mit jungen Jahren Verantwortung im Seniorenbereich. Trotz ihres Alters haben die „jungen Wilden“ ihre Sache über die komplette Saison überragend gut gemacht und gezeigt, dass sie das Potenzial besitzen, sich langfristig im Rengsdorfer Herrenfußball zu etablieren.
Gleichzeitig verfügt die Mannschaft mit Akteuren wie Alex Schwebig, Matze Gilgert, Dome Nau oder Robin Velden über wichtige erfahrene Spieler, die auf und neben dem Platz Verantwortung übernehmen und den jungen Spielern Orientierung geben.
Genau diese Mischung aus talentierten Nachwuchsspielern und erfahrenen Führungsspielern lässt den SV Rengsdorf positiv in die Zukunft blicken. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass dieser Weg funktionieren kann und dass im Kader eine gesunde Struktur gewachsen ist.
Die erste Spielzeit unter Trainer Ralph Arenz macht daher Lust auf mehr. Die Mannschaft hat wichtige Entwicklungsschritte vollzogen und sich trotz zahlreicher Verletzungssorgen eine solide Basis für die kommenden Jahre erarbeitet. Genau darin wird auch die Aufgabe der bevorstehenden Vorbereitung und der neuen Saison liegen: die bereits vorhandene Qualität im Kader weiterzuentwickeln, die gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern weiter zu fördern und die Mannschaft sowohl qualitativ als auch quantitativ gezielt zu verstärken.
Die aktuelle Kaderstruktur bietet dabei hervorragende Voraussetzungen. Eine Mannschaft mit entwicklungsfähigen jungen Spielern, erfahrenen Führungspersönlichkeiten und einer gesunden Altersstruktur ist eine Situation, die sich jeder Trainer wünscht. Wenn es gelingt, auf den positiven Entwicklungen der vergangenen Monate aufzubauen, darf der SV Rengsdorf mit großer Zuversicht auf die Saison 2026/2027 blicken.





































